Foto: Privat

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Am Beginn der Tour war ich gespannt, am Ende begeistert. Ein Ausflug auf Schusters Rappen führte uns in herrlicher Landschaft auf historischen Spuren durch fünf Gemeinden. Den Weg säumten Tiefblicke ins Donautal, Weitblicke ins Alpenvorland und auf’s Mühlviertler Hügelland und Einblicke in die Welt unserer Vorfahren. Losmarschiert sind wir am Hauptplatz der Landeshauptstadt. Geführt wurden wir vom Linzer „Bergdoktor“.

Dr. Michael Firmötz fiel gleich mit der Tür ins Haus. „Burschen, das wird eine tolle Runde,“ strahlte er verheißungsvoll, als wir uns zu dritt bei der Dreifaltigkeitssäule im Herzen von Linz trafen. Der 61-jährige Allgemeinmediziner ordiniert in Linz-Urfahr und verbringt viel Freizeit auf Bergen und Klettersteigen im In- und Ausland. Die Wandermöglichkeiten in Linz und Umgebung hat Firmötz bis in die letzten Winkeln erkundet, historische Details inklusive.
Heute nimmt uns der „Bergdoktor“ mit auf eine große Donautal-Runde, die man kaum in einem Wanderführer findet. Linz, Leonding, Wilhering, Ottensheim und Puchenau liegen uns zu Füßen.
Wir starten durch die Hofgasse zur ersten Bergwertung beim Linzer Schloss, durch das wir die Martinskirche anpeilen, von wo wir am Freinberg zur Barbara-Kapelle und der Franz Josef-Warte weiterziehen. Den Markierungen des Donausteigs folgend, gelangen wir über die Kalvarienbergkirche St. Margarethen ins Zaubertal. Hier geht’s zum 13er-Turm der Maximilianischen Befestigungskette, um dann bergab den Prinzensteig im Kürnbergerwald anzusteuern, wo wir auf Reste römischer Wachtürme stoßen. Das Stift Wilhering mit seiner herrlichen Rokokokirche ist das nächste Ziel. Nach vier Stunden mit vielen Stopps zur Aufnahme von Eindrücken und Informationen, aber ohne längere Rast erreichen wir nach knapp 15 Kilometer langer Wanderschaft die Rollfähre in Wilhering, mit der wir nach Ottensheim übersetzen. Wer noch genug Zeit- und Konditionsreserven hat, wandert von hier am Donau-Treppelweg 10 Kilometer retour nach Linz. Der Lohn dafür sind schöne Badeplätze, die zur Abkühlung im Fluss einladen.
Wir ersparen uns diese Strapaze und steigen in Ottensheim in den Donaubus, der 20 Minuten später bei der Linzer Nibelungenbrücke anlegt.