Foto: Marienschwestern

Fotos (2): Marienschwestern

Im Kampf gegen Hungersnot ruft 71-jährige Linzer Ordensfrau aus Uganda um Hilfe:

In zwei Wochen wird Marienschwester Elisabeth Brunmayr aus Linz 71 Jahre alt. Doch der Ordensfrau, die seit 18 Jahren im ostafrikanischen Uganda arbeitet, ist nicht nach Feiern zumute. Sie befindet sich inmitten einer coronabedingten Hungersnot und ruft verzweifelt um Hilfe.

„Bitte! Nur etwas Bohnen und Maismehl, dann bin ich schon zufrieden.“ Solche Sätze hört Sr. Elisabeth tagaus, tagein. Und sie weiß langsam aber sicher nicht mehr, wie sie den bittenden Müttern, Kindern, Schülern, Lehrern… helfen soll. Es fehlt nicht nur an Lebensmitteln, sondern auch an Brennolz, Kleidung, Schuhen, Hygiene- und Haushaltsartikeln.
Die breite Bevölkerung Ugandas lebt schon in „normalen“ Zeiten in Armut. Doch durch Corona haben sich die Umstände dramatisch verschärft. Monatelanger Lockdown mit strengen Ausgangsbeschränkungen befeuerten einen Teufelskreis: keine Arbeit – kein Lohn – keine Nahrung.
„Viele Menschen leben buchstäblich von der Hand in den Mund,“ berichtet Schwester Elisabeth, die in der römisch-katholischen Diözese Kiyinda-Mityana in Zentral-Uganda ein Diözesanhaus leitet, in dem seit zwei Jahren mit einem in Ausbildung stehenden Arzt auch ein kleines Gesundheitszentrum aufgebaut wird. Vermehrt suchen mittellose Menschen, die von öffentlichen Kliniken ohne Behandlung weggeschickt werden, bei Sr. Elisabeth und deren Mitschwestern und Helfern medizinische Betreuung und erbitten Nahrungsmittel.
„Im Durchschnitt können wir pro Tag etwa 40 Familien helfen. Wenn vor unserem Tor nur einige Menschen stehen, lassen wir sie herein,“ erzählt Sr. Elisabeth. „Aber wenn die Leute merken, dass es hier Hilfe gibt, haben wir sofort eine Menschenansammlung und Probleme mit der Polizei.“
Die Regierung stellt angeblich große Summen für Maismehl und Bohnen zur Verfügung, aber das Geld verschwindet großteils. In der 100.000-Einwohner-Stadt Mityana sind kaum Hilfsmittel angekommen. „Daher sind wir für jeden Euro, den wir bekommen können, unendlich dankbar,“ sagt Elisabeth Brunmayr von den Linzer Marienschwestern vom Karmel.

Durch die wegen Corona geschlossenen Schulen, kommen auch die vielen Lehrer im durch Privatschulen gekennzeichneten Bildungssystem Ugandas in große Not. Sie sind ebenfalls seit langem ohne Lohn, weil kein Schulgeld bezahlt wird. In Mityana gibt es 148 Volksschulen mit circa 1.200 Lehrern, für die Schwester Elisabeth nun ein Hilfsprojekt gestartet hat. Jeder Lehrer soll einmalig 24 Euro erhalten. Dafür bekam die Linzerin vom Land Oberösterreich und privaten Spendern großzügige Unterstützung, für die sie sich herzlich bedankt.
Gab es anfangs im 43-Millionen-Einwohner-Land Uganda wenig Corona-Infektionen, so stieg die Zahl in den vergangenen Wochen stark an. Dazu kommt erschwerend die Malariagefahr.

Foto oben: Schwester Elisabeth Brunmayr hört sich die Sorgen der Menschen an und hilft so gut es geht.
Foto unten: Täglich kommen Bittsteller ins Diözesanhaus Kiyinda-Mityana. Sie brauchen medizinische Versorgung und Lebensmittel.


Wer der Linzer Marienschwester Elisabeth bei ihrer Mission helfen will, kann auf das Hilfswerkkonto der Marienschwestern vom Karmel IBAN: AT89 5400 0001 0009 4234 (steuerlich absetzbar) oder das Konto der Linzer Diözesanmissionstelle IBAN: AT71 5400 0000 0038 3117 (nicht absetzbar) spenden. Kennwort jeweils: Coronahilfe Uganda

Foto: Marienschwestern