24. Juni 2019

AKTUELLES

Paschinger Bürgerinitiative hofft auf Ende der Rodungspläne

Nächste Runde im Waldstadion-Krimi


Es bleibt spannend im Waldstadion-Krimi: Wird der Paschinger Gemeinderat der Umwidmung von 2,5 Hektar Wald zustimmen? Im minimalen Baurechtszins von 250 Euro pro Monat für das neue Areal sieht die Bürgerinitiative „eine massive Förderung der FC Juniors GmbH und der LASK GmbH“, wie es in einem offenen Brief heißt. Die Umweltanwaltschaft und der Naturschutzbund sprechen sich gegen die Rodung des Heidewaldes „in der waldarmen Gemeinde Pasching“ aus.

„Wir werden bei dieser Gemeinderatssitzung wieder zahlreich anwesend sein und von den Gemeinderäten Antworten auf unsere vielen Fragen einfordern,“ sagt Ruth Kropshofer als Sprecherin der Bürgerinitiative „Waldschutz Pasching“, die, wie berichtet, innerhalb kurzer Zeit 790 Unterschriften gesammelt hat.
Der Bürgerprotest richtet sich gegen die geplante Rodung von 2,5 Hektar Wald, den die Gemeinde Pasching der Stadt Linz um 632.000 Euro (für insgesamt 4,7 ha) abgekauft hat und nun für zwei zusätzliche Fußballtrainingsplätze opfern will. Insgesamt würden dann dem LASK, seinem Kooperationsklub FC Juniors OÖ und dem Amateurverein SV Pasching 16 fünf Trainingsfelder zur Verfügung stehen. Das Problem: Ein Trainingsplatz ist durch ein VIP-Zelt und Container blockiert, ein anderer in schlechtem Zustand.
„Ab 2022 darf der LASK laut Vertrag ohnehin keine Bundesligaspiele mehr in Pasching austragen, dann reichen die drei bestehenden Trainingsfelder leicht aus,“ so Ruth Kropfshofer, deren Bürgerinitiative noch einmal ihre Argumente und Bedenken in einem offenen Brief an alle Gemeinderäte zusammengefasst hat. Bisher ist keine der vier Gemeinderatsparteien auf die Anliegen der protestierenden Bürger eingegangen. Vor einer Woche tagte der Raumordnungsausschuss zu dem Thema. Auskunft bekamen die besorgten Bürger aber - wieder einmal - keine.