20. September 2019

AKTUELLES

Junge Marchtrenker bei Rallye-Abenteuer ohne Panne

37 Jahre alter Renault R4 bewährte sich als Wüstenschiff


Das Ehepaar kam mit dem R4 mit der Startnummer 966 in der Wüste hervorragend zurecht. Für Kinder hatten sie gespendete Schulsachen dabei.

„Nur der Unterboden ist ein wenig ramponiert, das Auspuff-Endrohr teilweise etwas flach gedrückt, ansonsten müssen wir ihn nur sauber putzen,“ ist Peter Uhlik mit dem Zustand seines R4, Baujahr 1982, nach 8.429 Rallye-Kilometern in 20 Tagen überaus zufrieden.
Der 22-jährige Fahrschullehrer ging, wie berichtet, mit seiner Frau Sarah (23) bei der „4L Trophy 2019“ an den Start. Unter den knapp 2.000 Teilnehmern war neben den Uhliks nur noch ein Team aus Österreich dabei. Los ging das Rennen in Biarritz in Frankreich, das Ziel war im marokkanischen Marrakesch.
Vier Tage lang brausten die Teams durch die Sahara über Stock und spitze Steine, Schotterpisten und durch Schlaglöcher. Am Steuer wechselten sich Peter und Sarah ab, geschlafen wurde in Zelten. „Die letzte Wüstennacht verbrachten wir sitzend im Auto an einer Feuerstelle, löffelten Pasta aus einer Hundeschüssel und tranken Sangria aus geköpften Plastikflaschen,“ erzählt das Duo.
Bei der Abenteuerfahrt gab es für die Marchtrenker keine einzige Panne, zweimal musste man den R4 aus einem Sandloch befreien. Oft wurde anderen geholfen. Einziges Missgeschick: Auf einer Mautstraße bei Tanger erwischte man die falsche Auffahrt und verlor so eine Stunde Zeit. In der Gesamtwertung belegten die Marchtrenker bei 1.700 Klassierten Platz 89. Unter allen nichtfranzösischen Startern waren sie die Drittbesten.