23. Februar 2012

FREIZEIT

Pro-Kopf-Konsum stieg um 50 Prozent

Fisch kommt immer öfter auf den Tisch


Fisch gehört als hochwertiger Eiweißlieferant zu den gesündesten Nahrungsmitteln. Er ist leicht verdaulich, und seine Omega-3-Fettsäuren beugen beispielsweise Herz-Kreislauferkrankungen vor. Das wird offenbar auch den Oberösterreichern immer bewusster. Fisch - frisch gefischt oder tiefgekühlt - schwimmt bei den Landsleuten auf der Liste der Lieblingsspeisen immer weiter nach oben.

Lag der Pro-Kopf-Konsum an Fisch 1995 noch bei schlappen fünf Kilogramm, so beträgt er aktuell schon fast acht Kilo. Ein Plus von mehr als 50 Prozent. Der Tag des Fisches ist traditionell der Aschermittwoch, an dem die Oberösterreicher geschätzte 15 Tonnen Fisch verspeisen. Bei der in den Haushalten servierten Tiefkühlkost liegt Fisch mit jährlich knapp 12.000 Tonnen hinter Gemüsefertiggerichten und vor Geflügel bereits an zweiter Stelle. Dazu trägt vor allem bei, weil der Lieblingsfisch des Österreichers nach wie vor rechteckig, tiefgekühlt und schließlich goldbraun paniert ist: Das Fischstäbchen ist noch immer der meistverkaufte Fisch im Lande.

Im internationalen Vergleich essen wir allerdings noch immer relativ wenig Flossentiere. Im EU-Durschnitt liegt der Pro-Kopf-Verbrauch bei etwa 20 Kilo. Dementsprechend spielt die Fischzucht in der heimischen Landwirtschaft noch keine sehr große Rolle. „Der Selbstversorgungsgrad bei Fisch liegt bei lediglich fünf Prozent,” weiß Agrarlandesrat Max Hiegelsberger.

In Oberösterreich beschäftigen sich etwa 70 Betriebe maßgeblich mit Fischzucht und Fischverarbeitung. Daneben gibt es viele Kleinbetriebe im Nebenerwerb. Den Produktionsschwerpunkt bilden Regenbogenforelle, Bachforelle und Saibling. 720 Tonnen werden davon jährlich gezüchtet. Dazu kommen 30 Tonnen Karpfen. Lieferadresse Nummer 1 ist die Firma Eisvogel in Molln. Ihr Marktanteil bei Frischfisch im österreichischen Handel liegt bei 50 Prozent.