23. Februar 2012

AKTUELLES

28.805 Landsleute suchten Hilfe bei Sozialberatung

Beim Geld und in der Pflege drückt der Schuh am meisten

Die flächendeckend eingerichteten 66 Sozialberatungsstellen mit ihren 104 Mitarbeitern sind die Anlaufstellen für jene Oberösterreicher, die in sozialen Fragen Hilfe suchen. Hier erhält man Information über alle regionalen und überregionalen Unterstützungsangebote. 2011 wurden 2,1 Millionen Euro für diese Dienststellen aufgewendet.

Über mangelnde Arbeit konnte man sich in den Serviceeinrichtungen nicht beklagen. Insgesamt 28.805 Personen, darunter 18.307 Frauen, suchten Rat. Das sind nur um 0,3 Prozent mehr als im Jahr 2010, doch um 15,2 Prozent mehr als im Jahr 2007.

„Gerade für die ältere Bevölkerung, die nicht mehr so mobil ist, sind die dezentralen Sozialberatungsstellen eine wichtige Anlaufstelle. Ältere Leute holen sich die Hilfe direkt bei Menschen und nicht im Internet,” betont Sozialreferent LH-Stv. Josef Ackerl die Bürgernähe dieser Einrichtungen.

Insgesamt wurden im Vorjahr mit den Klienten 65.643 kostenlose, individuelle und vertrauliche Beratungen durchgeführt. Dabei drehte sich fast jede zweite Problembewältigung (46,1 %) um finanzielle Angelegenheiten, mehr als jede dritte Hilfestellung (35,2 %) betraf allgemeine Fragen zu Pflege und Betreuung. In 6,7 Prozent der Fälle ging es um konkrete Pflege- und Betreuungsanträge. Deutlich dahinter rangieren die Themenbereiche Wohnen, Arbeit, Sucht und Gewalt. Beim Thema Finanzen ging es vorwiegend um die Bedarfsorientierte Mindestsicherung, öffentliche Beihilfen und Zuschüsse sowie Pflegegeldansprüche.

Altersmäßig die größte Gruppe unter den Ratsuchenden stellten die 41- bis 60-Jährigen (21 %), gefolgt von den 21- bis 40-Jährigen und den über 85-Jährigen mit jeweils 18 Prozent. 95 Prozent aller Anliegen, die an die Sozialberatungsstellen herangetragen wurden, konnten gelöst werden. Für LH-Stv. Ackerl der Beweis, „dass es sich hier um ein Erfolgsmodell handelt”.