05. Februar 2012

TIERE

Die Ameise ist der große Star einer Ausstellung in Linz

Krabbelndes Wunder


Alles ging vor ungefähr 120 Millionen Jahren damit los, dass eine Wespenart ihre Flügel verlor. Sie hatte begonnen, sich die Laubstreu am Erdboden als Lebensraum zu erobern. Dafür waren die Flügel sinnlos. Vorerst lebten diese Insekten als Einzelgänger. Später bildeten sie eher primitive Kolonien. Doch dann machte die Ameisen-Evolution den entscheidenden Sprung: Die Arbeiterinnen im Bienenvolk verloren die Fähigkeit zur Reproduktion. So entstehen Riesenkolonien mit oft Millionen Tieren, die arbeitsteilig in verschiedenen Kasten leben. Diese Superorganismen gehören zum Faszinierendsten, was die Tierwelt zu bieten hat. Wie die Ameisenstaaten wirklich funktionieren, ist teilweise noch immer unerforscht. Weltweit gibt es etwa 11.000 verschiedene Ameisenarten. In unseren Breiten fühlen sich 130 Arten dieser krabbelnden Wunder wohl. Zehn von ihnen kann man bis April 2011 in einer beeindruckenden Ausstellung im Biologiezentrum Linz-Dornach bei der Arbeit bewundern. Geöffnet ist die Schau täglich außer Samstag. Eintritt frei!