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Grande Dame des Balletts wird 75

Prof. Johanna Wilk-Mutard wurde rasch ein Publikumsliebling.
Ihren Schwung möchte man haben, ihre Ausstrahlung ist bezaubernd, ihre Tanzkunst einfach Spitze. Kommende Woche haben die Linzer Professorin Johanna Wilk-Mutard und ihre Bewunderer Grund zum Feiern: Die Grande Dame des österreichischen Balletts feiert ihren 75. Geburtstag.
Seit 70 Jahren beherrscht der Tanz das Leben der Jubilarin, die noch immer beinahe täglich im Tanzsaal steht, wo sie im Laufe der Jahrzehnte tausende Schüler unterrichtet und für ihren Lebensweg geprägt hat. „Mit einer Ballettausbildung steht man ganz anders im Leben,” schwärmt Wilk-Mutard. „Ballett verbessert die Koordination von Hirn und Körper und ist ein Fitnesstraining für alle Muskeln.”
Die gebürtige Wienerin machte mit fünf Jahren ihre ersten Übungen an der Ballettstange. Das war an der Grazer Oper, wo der Ballettmeister sofort Johannas Bewegungstalent erkannte. Ihre ersten Ballettabende und Operetten tanzte die Elevin mit acht Jahren. „Mit dem Honorar dafür finanzierte ich mein Tanzstudium , denn meine Eltern waren nicht sehr begütert,” erinnert sich die Professorin. 1955 begann ihr Engagement als Tänzerin und Solistin am Linzer Theater. Ihr Gesang- und Schauspielstudium beflügelte die Karriere weiter. Die bildhübsche Künstlerin wirkte in Filmen wie „Das weiße Rössl am Wolfgangsee” mit, hatte Größen wie Peter Alexander, Erwin Strahl, Trude Herr und Bill Ramsey als Partner und war eine tragende Figur, als die Bilder laufen lernten. Johanna gehörte ab 1956 zum ersten Fernseh-Ballett. „Damals gab’s noch keine Aufzeichnungen, sondern nur Live-Übertragungen.”
Seit 1957 leitet die dreifache Mutter die 1. Linzer Ballettschule (dzt. 150 Schüler), wo die Fitness der großen Lehrmeisterin noch immer beeindruckt. Von dem Spagat, den Johanna Wilk-Mutard in einer persönlichen Tanzrevue zu ihrem 70. Geburtstag auf der Bühne des Landestheaters hinlegte, schwärmt das Publikum noch heute. Bravissimo!

