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Projekt „MaMMut” sucht interessierte Frauen und Männer
Freiwillige Paten als Partner für Jugendliche mit Problemen
In Oberösterreich leben derzeit 319.000 Kinder und Jugendliche. Der Großteil davon hat ausreichend Unterstützung durch ihre Familien und intakte soziale Netzwerke, die gute Zukunftsperspektiven ermöglichen. Doch in den vergangenen Jahren hat die Zahl der „auffälligen” Jugendlichen enorm zugenommen. Das spiegelt sich im KiJA-Tätigkeitsbericht wider.
Seit 2007 haben 38.000 Kinder und Jugendliche direkten Kontakt mit der seit 18 Jahren bestehenden Kinder- und Jugendanwaltschaft gesucht. „Es rufen bereits 7-Jährige an,” berichtet KiJA-Chefin Mag. Christine Winkler-Kirchberger. „Signifikant sind die Kontakte bei den 14- bis 16-Jährigen. In der Pubertät treten oft massive Eltern-Kind-Konflikte auf.”
„MaMMut” versteht sich als Hilfsprojekt für Jugendliche ab 12 Jahren. Für sie werden freiwillige Paten als partnerschaftliche Bezugspersonen gesucht. Eine Umfrage unter Oberösterreichs Sozialarbeitern und Jugendwohlfahrtsbehörden hat ergeben, dass 84 Prozent der Befragten einen Bedarf für dieses Projekt sehen. Die freiwilligen Paten sollen den Jugendlichen als vertrauensvolle Ansprech- und Bezugsperson zur Verfügung stehen und ihnen den Weg in die Erwachsenenwelt erleichtern. „Auf keinen Fall sollen die Patinnen und Paten die Funktion der Eltern übernehmen oder die professionelle Betreuung der Jugendlichen ersetzen,” stellt Winkler-Kirchberger klar.
Wer sich für eine Patenschaft interessiert, muss nach Vorgaben der KiJA ein Bewerbungsprofil erstellen und ein Auswahlgespräch führen. Erfahrung in Freiwilligenarbeit ist erwünscht, psychische Stabilität, Belastbarkeit und soziale Kompetenz sind Voraussetzung. Gestartet wird das „MaMMut”-Projekt im Großraum Linz. Die erste Info-Veranstaltung für interessierte Erwachsene findet am 8. April (17 bis 20 Uhr) im Hauserhof Linz, Kärntnerstraße 10-12, statt. Infos: 0732/ 779777 oder kija@ooe.gv.at.

