April 2010
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AKTUELLES
Kläger will Vermögen für Schimpfwort kassieren
Beleidigter Albaner fordert 244.400 Euro Schadenersatz
Wohl einer der skurrilsten Arbeitsprozesse in der österreichischen Rechtsgeschichte ist beim Landesgericht Steyr anhängig. Ein 52-jähriger Leiharbeiter aus Albanien fordert insgesamt 244.400 Euro Entschädigung, weil er, wie er behauptet, an seinem Arbeitsplatz in einem großen Steyrer Unternehmen wegen seiner ethnischen Herkunft beschimpft und diskriminiert worden sei. Zeugen für die angebliche Beleidigung gibt es nicht. Jener 54-jährige Arbeiter, dem die Beschimpfung zur Last gelegt wird, bestreitet die Vorwürfe vehement. „Das ist alles erlogen. Ich bin mit Emigrantenkindern aufgewachsen und arbeite seit vielen Jahren problemlos mit Ausländern zusammen,” versichert der unbescholtene Familenvater. Das sieht auch sein Arbeitgeber so. „Wir vertreten eine dem Klagsführenden völlig entgegenstehende Position,” teilt der Personalchef des Betriebes mit 2.500 Mitarbeitern auf „Hallo”-Anfrage mit. Das Arbeitsverhältnis mit dem Albaner wurde unter anderem wegen mangelnder Arbeitsleistung und Teamfähigkeit beendet. Gewinnt der Kläger, der sich in Privatkonkurs befindet und um staatliche Verfahrenshilfe angesucht hat, den Prozess, hätte er für immer ausgesorgt - und der beschuldigte Steyrer Arbeiter wäre ruiniert.
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AKTUELLES
Jugend greift vermehrt zu legalen Alternativdrogen
Klassische Suchtgiftdelikte gehen in Oberösterreich zurück
Während gegen Zigarettenraucher immer schärfere Gesetze ins Auge gefasst werden, greifen Jugendliche vermehrt ganz legal zu extrem schädlichen Alternativdrogen. Der Konsum dieser Substanzen (im Bild die Räuchermischung „Flash") führt dazu, dass die klassische Suchtgiftkriminalität bei Minderjährigen in Oberösterreich seit drei Jahren tendenziell abnimmt.
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KOMMENTAR
Mutwilliger Prozess
KOMMENTAR von Chefredakteur Manfred Radmayr
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GESELLSCHAFT
LEUTE
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REPORTAGE
Ein Kultfahrzeug feiert seinen 60er!
l Vor 60 Jahren rollte in Wolfsburg der erste VW-Kastenwagen vom Band
Am 8. März 1950 wurde in Wolfsburg ein Mythos auf vier Rädern geboren: Der erste VW-Kastenwagen, liebevoll „Bulli” genannt, rollte vom Band. Heute hat dieses Fahrzeug Kultstatus. Seine weltweite Fangemeinde wächst ständig. Der Bulli bewährte sich als Bus, Kastenwagen, mit Pritsche, Doppelkabine und Aufbauten aller Art. Er wurde zum Lastesel des Wiederaufbaus. Das Fahrzeug wird mittlerweile in fünfter Generation produziert. Insgesamt mehr als zehn Millionen Stück sind schon für den Verkehr zugelassen worden. Der VW-Bus ist der zweite klassische „Volkswagen” nach dem Käfer. Der größte Bulli-Verehrer ist ein Fahrschullehrer aus Steyr. Er besitzt 29 (!) derartige Fahrzeuge. Zu seinem Sammlerschatz gehört auch dieser wunderschöne Samba-Luxusbus (Bild) mit 42 luftgekühlten PS aus dem Jahre 1963.
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AKTUELLES
Freiwillige Paten als Partner für Jugendliche mit Problemen
Projekt „MaMMut” sucht interessierte Frauen und Männer
Nomen est omen: „MaMMut” nennt sich ein neues, mutiges Mammutprojekt der OÖ-Kinder- und Jugendanwaltschaft (KiJA) zur Unterstützung Jugendlicher mit sozialen Problemen. Gesucht werden freiwillige Frauen und Männer, die sich für solche Kinder ab 12 Jahren als helfende Partner zur Verfügung stellen.
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REPORTAGE
Sex im freien Fall
Besonders kreativ ist die Natur, wenn es um das Paarungsverhalten der Tiere geht DIE MAUERSEGLER (Bild) führen ihre halsbrecherische Luftnummer nur bei gutem Wetter aus. Das Männchen krallt sich in 50 bis 80 m Höhe am Rücken von ihr fest. Das Paar fällt dann weitgehend unkontrolliert Richtung Boden. Den Vögeln bleiben daher für den Luftakt nur zwei bis vier Sekunden Zeit. Länger wäre der Spaß tödlich.

