REPORTAGE
Insekten wie Marienkäfer haben eine Art Frostschutz im Blut, der sie vor dem Gefriertod rettet
So gefinkelt besiegen Tiere die Kälte
Wenn die Quecksilbersäule in den Keller rutscht, schrauben auch Säugetiere ihre Betriebsamkeit runter. Viele überbrücken die ungemütliche Jahreszeit im Winterschlaf. So verbraucht man kaum Energie. Wenn im Frühling die Temperatur wieder steigt, wachen diese Gesellen quietschvergnügt auf.
Nicht ganz so einfach, aber umso beeindruckender funktioniert das Überwintern bei den Insekten. Sie erstarren zu eisigen „Gebilden”, erfrieren aber nicht. Dieses „Wunder” verdanken sie einem Frostschutzmittel im Blutkreislauf. „Im Blut der Insekten gibt es eine Substanz, die das Platzen der roten Blutkörperchen verhindert, auch wenn es noch so kalt ist,” erklärt Tierarzt Dr. Peter Kollmann aus Gaspoltshofen.
Dieser Frostschutz rettet auch den Marienkäfer. Diese Tiere scharen sich in großen Mengen unter Laub, Steinen oder in Ritzen, wo sie erstarren. Dank der Gruppen-Überwinterung sparen sich die Käfer im Frühjahr die Partnersuche.
FROSCH

FRÖSCHE vergraben sich im Schlamm oder in kleinen Höhlen und erstarren. Ihr Körper wird genauso kalt wie die Umgebung.
TAGPFAUENAUGE

TAGPFAUENAUGEN überwintern als Falter ebenfalls in einer Kältestarre, andere Schmetterlinge als Raupen oder Puppen.
IGEL

SIEBENSCHLÄFER

HECHT

FLEDERMAUS

BÄR

EICHHÖRNCHEN


