05. Februar 2012

REPORTAGE

Insekten wie Marienkäfer haben eine Art Frostschutz im Blut, der sie vor dem Gefriertod rettet

So gefinkelt besiegen Tiere die Kälte

Wenn die Quecksilbersäule in den Keller rutscht, schrauben auch Säugetiere ihre Betriebsamkeit runter. Viele überbrücken die ungemütliche Jahreszeit im Winterschlaf. So verbraucht man kaum Energie. Wenn im Frühling die Temperatur wieder steigt, wachen diese Gesellen quietschvergnügt auf.

Nicht ganz so einfach, aber umso beeindruckender funktioniert das Überwintern bei den Insekten. Sie erstarren zu eisigen „Gebilden”, erfrieren aber nicht. Dieses „Wunder” verdanken sie einem Frostschutzmittel im Blutkreislauf. „Im Blut der Insekten gibt es eine Substanz, die das Platzen der roten Blutkörperchen verhindert, auch wenn es noch so kalt ist,” erklärt Tierarzt Dr. Peter Kollmann aus Gaspoltshofen.

Dieser Frostschutz rettet auch den Marienkäfer. Diese Tiere scharen sich in großen Mengen unter Laub, Steinen oder in Ritzen, wo sie erstarren. Dank der Gruppen-Überwinterung sparen sich die Käfer im Frühjahr die Partnersuche.

FROSCH


FRÖSCHE vergraben sich im Schlamm oder in kleinen Höhlen und erstarren. Ihr Körper wird genauso kalt wie die Umgebung.

TAGPFAUENAUGE


TAGPFAUENAUGEN überwintern als Falter ebenfalls in einer Kältestarre, andere Schmetterlinge als Raupen oder Puppen.

IGEL


IGEL  sind wohl die bekanntesten Winterschläfer. Sie brauchen ein Mindestgewicht von 750 Gramm, um den Schlaf zu überleben. 

SIEBENSCHLÄFER


SIEBENSCHLÄFER verschlafen eingerollt auf ihrem Laublager in Erdlöchern        oder Scheunen mehr als das halbe Jahr.  

HECHT


HECHTE kennen auch eine Art Winterstarre. Sie nehmen die Temperatur des Wassers an und bewegen sich kaum.

FLEDERMAUS


FLEDERMÄUSE sind Winterschläfer. Als Schlafplatz suchen sich die Flattermänner alte Gebäude und Höhlen aus, in denen es nicht kälter als ein bis zwei Grad wird.

BÄR


BÄREN in ihrem wärmenden Pelz sind auch Winterschlafmützen. Die zotteligen Räuber sind zwar in unseren Breiten seltene Gäste, doch hin und  wieder durchstreift einer den gebirgigen Süden des Landes.

EICHHÖRNCHEN


EICHHÖRNCHEN halten in ihrem Nest eine Winterruhe. Bei schönem Wetter wacht der kleine Nager aber vorübergehend auf, und man sieht ihn dann auch im Winter durch die Gegen hopsen.