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Gleiche Chancen im Beruf: Frauen machen Ernst
Auch wenn sie die gleiche Qualifikation und das gleiche Engagement in die Waagschale werfen, wiegt in der Arbeitswelt die männliche Bewerbung meist mehr als die weibliche. Frauen verdienen in Österreich bei gleicher Leistung im Schnitt noch immer 15 % weniger als Männer und haben schlechtere Aufstiegschancen. Das soll anders werden! Diese Ankündigung kennen wir seit Jahrzehnten. Doch nun wollen Oberösterreichs Frauen wirklich Ernst machen: Sie blasen zur Aufholjagd im Beruf. „Wir werden mit einer neuen Frauenpolitik durchstarten,” so die junge Frauenlandesrätin Mag.a Doris Hummer.
Erfolgszweifel bleiben berechtigt. Auch wenn in Oberösterreich laut Wirtschaftskammer derzeit 40 % der Unternehmen von Frauen gegründet werden und jeder dritte Betrieb von einer Frau geführt wird, messen Frauen den beruflichen Perspektiven noch immer keine so große Bedeutung bei wie Männer. Das geht aus einer IMAS-Umfrage aus dem Jahr 2007 hervor, wonach von den berufstätigen Männern 38 %, von den berufstätigen Frauen hingegen nur 30 % eine sehr starke Berufsorientierung aufweisen, was auch mit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu tun hat. Trotzdem kommen die Linzer IMAS-Forscher zum Schluss: „Es besteht kein Zweifel, dass sich die weibliche Bevölkerung benachteiligt fühlt.”
Ein spezielles Frauenförderprogramm mit Karrierechancen auch für Teilzeitkräfte wurde jüngst für den Landesdienst beschlossen, wo der Frauenanteil unter den mehr als 20.000 Mitarbeitern 63 % beträgt. Dieser schmilzt in Führungsebenen auf 24 %. „Weil wir wenig weibliche Bewerbungen für Führungsaufgaben hatten,” so Personalreferent LH-Stellvertreter Franz Hiesl.

