07. Februar 2012

AKTUELLES

Neue „Waffe” gegen Rotsünder

150.- Euro Bußgeld samt Eintragung im Vormerkregister blühen einem Rotlicht-Sünder. Trotz dieser saftigen Strafe nehmen diese Vergehen dramatisch zu. In Linz gibt es acht Straßenkreuzungen, die, ähnlich wie bei den Radarkästen auf der Stadtautobahn A7, seit vielen Jahren abwechselnd mit drei analogen Kameras überwacht werden.

Diese Technologie ist in die Jahre gekommen, weshalb nun eine moderne Digitalkamera getestet wurde. Bei diesen Geräten braucht man keine Filme mehr wechseln, kann viel mehr Daten speichern, die man rasch auf den Behördencomputer runterladen kann. „Die Bilder haben Superqualität. Die Kameras funktionieren auch nachts besser und sogar bei Gegenlicht,” schwärmt Oberstleutnant Heinz Felbermayr, Chef der Linzer Verkehrspolizei.

Die neue „Wunderwaffe” war probeweise fünf Wochen lang bei der Kreuzung Rudolfstraße/Hagenstraße in Linz-Urfahr im Einsatz. Die Bilanz: Obwohl nur in eine Fahrtrichtung - stadtauswärts - geblitzt wurde, ertappte man 560 Lenker, die bei Rot in die Kreuzung einfuhren. Das sind im Schnitt 16 Sünder pro Tag.

„Ein Beweis dafür, dass diese Übertretung extrem zunimmt. Auf vielen Bildern sieht man auch, dass Fußgeher konkret gefährdet wurden,” so Heinz Felbermayr. Die Ursachen dafür sieht er im Stress der Autolenker, nicht zuletzt durch die multimediale Ablenkung. „Früher gab es nur das Radio. Jetzt kommen Telefon und SMS dazu.”

Verkehrsreferent Vize-Bgm. Klaus Luger plädiert für eine Anschaffung neuer Digitalkameras: „Ich lasse gerade die Kosten prüfen. Wir haben ohnehin zu wenig Polizisten, daher sind verbesserte technische Maßnahmen wichtig.”