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Oberösterreicher besitzen noch 1,5 Milliarden Alpendollar
Die alte 5-Schilling-Münze ist jetzt um 150 Prozent mehr wert
Nach Berechnungen der Österreichischen Nationalbank (OeNB) besitzt im Durchschnitt jeder Oberösterreicher noch mehr als 1.000 Schilling. Da sind aber die Silbermünzen im Wert von 25, 50, 100 und 500 Schilling nicht mitgerechnet. Dieser Silber-Schatz der Österreicher ist insgesamt 850 Millionen Euro wert. Und wird - je nach Silbergehalt - möglicherweise noch im Wert steigen.
Die alten Silber-Fünfer, die vor 1977 ausgegeben worden sind, haben sich jedenfalls prächtig entwickelt. Für sie zahlt jetzt die OeNB stolze 91 Cent, oder umgerechnet 12,52 Schilling. Für einen ebenso alten Zehner bekommt man aktuell 1,31.- Euro (18 Schilling). Für Sammler oder Spekulanten eine schöne Rendite, auch wenn man den Zinsverlust im Laufe der Jahre einrechnen muss. Für nach 1977 ausgegebene Fünfer und Zehner bekommt man heute ihren Nennwert, weil sie nur wenig Silber enthalten.
Prinzipiell behalten Schilling-Münzen zeitlich unbegrenzt zumindest ihren Nominalwert. Das gilt auch für die letzte, zum Zeitpunkt der Euro-Einführung gültige Banknoten-Serie. Anders schaut es beim Zwanziger mit dem Konterfei von Carl Ritter von Ghega aus. Wer noch so ein Stück sein eigen nennt, muss schnell sein. Ab 1. Oktober hat dieser Schein nur noch Brennwert. Der Finanzminister darf sich jedenfalls schon die Hände reiben. Es sind nämlich noch Ghega-Zwanziger im Gesamtwert von 15 Millionen Euro im Umlauf, die sicher nicht mehr umgetauscht werden. „Dieses Geld erhält der Finanzminister, das er, laut Gesetz, zur Tilgung der Staatsschuld verwenden muss,” erklärt Josef Kienbauer, OeNB-Direktor der Zweigstelle Nord in Linz.
Der Euro-Bus der OeNB wurde bei seiner jüngsten Tour durch Oberösterreich an den sieben Stationen von mehr als 3.200 Menschen gestürmt. Dabei wurden 3,1 Millionen Schilling in Euro gewechselt. In Ried erlebte man mit 670.000 gewechselten Schilling den stärksten Tag, in Wels wurde mit 138.000 Schilling der höchste Einzelbetrag umgetauscht.
Erleichtert kam eine Frau aus Polling im Innkreis zum Euro-Bus. Sie hatte 83.000 ersparte Schilling versteckt, die sie erst nach dreimonatiger Suche in einem alten Nachthemd wieder gefunden hat. Erben aus dem Traunviertel brachten 60.000 Schilling zum Wechseln, die sie im Wäschekasten der verstorbenen Großtante entdeckt haben. Unter jedem Kleidungsstück waren Banknoten gelegen.

