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Almpflege: Idealisten schaffen neue Weideflächen im Toten Gebirge

Bravo und Dankeschön! Junge Idealisten hauchen zugewachsenen Almen am Warscheneck im Toten Gebirge wieder Leben ein. Die Revitalisierung der Bergwiesen ist eine schweißtreibende, aber dringend notwendige Arbeit. Wurden früher rund um das 2.388 Meter hohe Warscheneck noch 92 Almen bewirtschaftet, so sind es jetzt nur noch 56. Von den Almen, die höher als 1.600 Meter liegen, werden bereits 65 Prozent nicht mehr genützt.
Das will die Alpenvereinsjugend ändern. Sie hat in diesem Sommer wieder österreichweit 13 „Umweltbaustellen” eingerichtet, auf denen Naturliebhaber zwischen 16 und 30 Jahren freiwillig und unentgeltlich Almflächen von Bäumen und Sträuchern befreien, um frische Weideflächen zu schaffen. Fachleute nennen diesen Beitrag zur Erhaltung der Natur „Schwenden”.
Die jungen Helfer sind bei dieser anstrengenden Tätigkeit allerdings mit großer Begeisterung bei der Sache, wie das Bild zeigt. Gearbeitet wird auf den Almen nördlich des Warschenecks auf der Loigistalalm des „Michlbauern”, auf der unteren Rottalalm des „Päulnbauern” und auf der Grasseggeralm des „Weingartbauern”. „Es gibt eine harmonische Zusammenarbeit mit den Almbauern, und ich freue mich, dass es so viele idealistische Jugendliche gibt,” so Projektleiterin Gerlinde Wonaschütz.
Die Almbewirtschaftung spielt auch für die Artenvielfalt eine wichtige Rolle. In einer Almwiese findet man bis zu 60 verschiedene Pflanzen, auf verwachsenen Flächen lediglich 10 bis 15. Auf Almwiesen fühlen sich auch viele Tiere, vom Rotwild bis zum Auerhahn, wohl.

