AKTUELLES
Oberösterreichs Sicherheitsdirektor fordert Gesetzesverschärfung:
„Straftäter gehören sofort enteignet!”

Ballungszentren sind bevorzugte Ziele der Gauner.
Im Kampf gegen die Kriminalität plädiert Oberösterreichs oberster Exekutivbeamter für eine Verschärfung der Strafgesetzordnung: Verwertbare Vermögensbestandteile wie etwa Fahrzeuge, Handy, Werkzeug, Fernsehapparat…, von ertappten Tätern sollen künftig sofort beschlagnahmt werden können. „Das ist eine Notwendigkeit,” fordert Sicherheitsdirektor Dr. Alois Lißl. „Damit spürt der Täter sofort ernsthafte Folgen seiner Straftat.” Der Erlös aus den abgenommenen Gegenständen sollte zur Abdeckung der Verfahrenskosten, zur Wiedergutmachung und Opferentschädigung herangezogen werden, so Lißl.
Eine derartige Gesetzesverschärfung könnte Kriminaltouristen abschrecken und es ihnen erschweren, vor Prozessbeginn ins Ausland abzutauchen. Innenministerin Dr. Maria Fekter hat die Einführung von Sicherheitsleistungen und die sofortige Beschlagnahme von Tatmitteln schon vor einiger Zeit in Aussicht gestellt, jetzt wäre das Parlament am Zug, um das Strafgesetz entsprechend zu novellieren.
Was die angezeigten Straftaten betrifft, bildet Oberösterreich einen positiven statistischen Ausreißer. Die Zahl der angezeigten Delikte ist in unserem Bundesland bis einschließlich Mai um 2,2 Prozent auf 29.569 Fälle zurückgegangen. Die Zahl der Einbrüche hat sich um 15 Prozent reduziert. Österreichweit hingegen stieg die Zahl der Straftaten im gleichen Zeitraum um 4,9 Prozent auf 241.826 Fälle.
Die Verbrecher sind vor allem in Ballungszentren und entlang großer Straßen unterwegs, speziell an der Westautobahn. Das gilt besonders für Einbrüche in Wohnungen und Häuser, Geschäfts- und Fahrzeugeinbrüche (siehe Tatortkarte).
Darauf haben die Fahnder auch ihre Strategie, die laufend unter Einbindung der Bezirkskommandanten überprüft und überarbeitet wird, ausgerichtet. So wurde beispielsweise an den ersten zehn Juni-Tagen nachts alle Autobahnauffahrten und -abfahrten abwechselnd zwei Stunden lang völlig abgeriegelt und alle Fahrzeuglenker kontrolliert. Zehn international tätige Gauner gingen dabei ins Netz. „Und wir haben festgestellt, dass es am Wochenende vor dieser Aktion in Oberösterreich 18 Wohnungseinbrüche gegeben hat. Am Wochenende während der Aktion waren es 14 und am Wochenende danach nur noch 4. Das zeigt die repressive und präventive Wirkung einer solchen Strategie,” erklärt Alois Lißl, der weiß: „Wir haben sehr gute Leute. Entscheidend ist, dass sie dort eingesetzt werden, wo es notwendig ist. Daran arbeiten wir täglich.”

