GESUNDHEIT
Fasten führt nicht zur schnellen Traumfigur
Natürlich purzeln während des Fastens die Kilos. Als alleinige Methode zum Abnehmen funktioniert es aber nicht. Wer dabei sein Alltagsverhalten nicht ändert, hat die Fettpolster schnell wieder drauf - der klassische Jojo-Effekt!
Auf Essen verzichten und glücklich sein damit - darum geht es! Kann das funktionieren? Ja, meinen Experten. Schließlich dient Fasten vor allem auch der Seele. Sich um sich selbst kümmern, heißt die Devise: Weg von Stress, Alltag, Lärm etc.
Fasten kann man einen Tag, ein Wochenende, eine Woche oder auch länger! Wichtig sind exakte Pläne (Wie gehe ich mit Verlockungen um?…) und vor allem auch vor dem Start ein medizinischer Check samt Beratung.
Prinzipiell sollte man sich bemühen, das Schöne am Fasten zu sehen, nicht das - vor allem anfängliche - „Martyrium”. „Es ist keine Quälerei”, betont der deutsche Ernährungswissenschafter Roland Possin. Bei sachkundigem Fasten lasse das Hungergefühl oft schon ab dem 2. Tag nach. Und es mache einem anderen, sehr schönen Gefühl Platz: Farben und Gerüche würden intensiver, der Geschmack vielseitiger. Fasten lässt Prozesse im Gehirn anders ablaufen: So werden verstärkt stimmungsaufhellende Hormone gebildet, die für Zustände zwischen Wohlbefinden und Euphorie sorgen könnten. Possin berichtet aber auch von Tiefphasen, in denen sich Fastende am liebsten verkriechen wollen: „Das gehört dazu und ist okay.”
Unter Stress sollte man mit dem Fasten nicht anfangen: Unbedingt ist der Körper während des Fastens zu entlasten. Tipp: Zum Start Urlaub nehmen!
Gymnastik, Schwimmen, Wandern oder Laufen ist enorm wichtig! Bewegung dient der Stabilisierung von Kreislauf und Fitness und verhindert einen verstärkten Abbau von Muskeleiweiß. In den ersten 1-3 Tagen der Fastenkur beachten: Blutzuckerspiegel und Säure-Basen-Haushalt müssen sich an die neue Situation gewöhnen. Mithilfe von Sport erstreckt sich der Gewichtsverlust fast ausschließlich auf das Fettgewebe und kaum auf die Muskulatur.
Beispiele für Sportarten und der entsprechende Kalorienverbrauch pro Stunde (Richtwerte): Joggen 900, Schwimmen 750, Inline-Skaten 580, Aerobic 500, Tennis 400, Spazierengehen 300.

