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Everest-Bezwinger speisten 40 Jahre alte Tiefkühlkost
Hut ab vor diesem Duo: Walter Laserer (47) aus Gosau und Christian Stangl (42) aus Admont gehören zu den besten Alpinisten Österreichs. Beide haben die höchsten Berge jedes Kontinents (Seven Summits) bezwungen, Stangl sogar in Rekordzeit. Er ist der schnellste Skyrunner der Welt. Sein Meisterstück: Er lief in 20,5 Stunden auf den Mount Everest (8.848 m) und retour. Laserer stand bereits zweimal am höchsten Gipfel der Welt.
Vor wenigenWochen unternahmen die beiden eine spektakuläre Tour in der Antarktis. Bei Temperaturen bis zu minus 45 Grad bezwangen sie den Mount Shinn (4.660 m) und den 4.487 m hohen Mount Gardner. Auf diesem Eisriesen standen bisher erst sechs Bergsteiger. Beim Abstieg fanden Walter und Christian am Wandfuss Proviantreste der amerikanischen Erstbesteiger aus dem Jahr 1967: Erdnüsse, Kekse, Chips und Instant Coffee - natürlich tiefgekühlt seit 40 Jahren. „Schmeckte alles noch sehr gut und war eine willkommene Abwechslung für uns,” erzählt Christian Stangl. Vom Südpol sind er und sein Gosauer Freund begeistert. Stangl: „Ein 8000er im Himalaya ist ein Kinderspiel gegen die schwierigen Berge in der Antarktis. Es gibt keine Seile, keine ausgetrampelten Routen, kein ausgebautes Basislager. Man ist komplett auf sich alleine gestellt.”
In diesen Tagen bereitet sich Walter Laserer in der Schweiz auf seine nächste Everest-Expedition als Bergführer vor, die am 28. März beginnt. Stangl trainiert in Afrika für die Begehung des gefährlichen K 2 (8.611 m) im Juni, bei der er eine neue Route legen will, die jene Abbruchstelle umgeht, wo im Vorjahr elf Bergsteiger gestorben sind. Stangl entkam damals knapp der Katastrophe.

