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Gründerrekord trotz Wirtschaftskrise
Während in manchen Industriesektoren längst Feuer am Dach ist, beginnt es auch in Oberösterreichs Klein- und Mittelbetrieben einiger Branchen zu brandeln. „Konsumnahe Betriebe im gehobenen Segment, aber auch alle Lebensmittelbranchen haben nach einem sehr positiven Weihnachtsgeschäft ihr traditionelles Frühjahrsloch zu verkraften. Zu bemerken ist, dass der Trend zum Einkauf beim Diskonter zunimmmt,” erklärt Mag. Heinrich Mayr, Geschäftsführer der Sparte Gewerbe und Handwerk in der OÖ-Wirtschaftskammer. Die Hoffnungen ruhen auf steigender Konsumnachfrage zum Valentinstag, zu Ostern und zum Muttertag.
Die objektiven Voraussetzungen dafür wären gegeben. Im Durchschnitt waren die Privathaushalte in Oberösterreich noch nie so wohlhabend wie derzeit, die Spareinlagen haben historische Höchststände erreicht. Die krisenbedingte Unsicherheit bremst allerdings die Kaufwut. Es wird vorgesorgt statt nachgefragt.
Risikofreudiger und optimistischer zeigten sich jene Oberösterreicher, die im Vorjahr den Sprung in die Selbständigkeit wagten. Mit 7.584 Neugründungen verzeichnete das Gründerservice der Wirtschaftskammer einen Rekord. „Das ist ein wichtiges Signal in wirtschaftlich schwierigen Zeiten,” freut sich WK-Präsident Dr. Rudolf Trauner.
Zum Jahreswechsel gab es in Oberösterreich 25.918 aktive Betriebe der Sparte Gewerbe und Handwerk. Damit liegt unser Bundesland hinter Wien und Niederösterreich an dritter Stelle. Zu Gewerbe und Handwerk gehören 44 unterschiedliche Branchen, vom Friseur bis zum Sozialberater. „Daher gibt es auch kein allgemeingültiges Stimmungsbild,” so Heinrich Mayr. „Es hängt für den Einzelbetrieb massiv davon ab, wie seine Kundenstruktur auf durch Kurzarbeit und Investitionsbremse betroffene Industriebereiche fokussiert ist.”

