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Sensationeller Coup eines jungen Steyrer Wissenschafters
Forschungsreise ins Erdmittelalter
Der Wissenschafter Alexander Lukeneder aus Steyr steht an der Spitze einer sensationellen Forschungsreise. Die Expedition führt 22 Experten über die Dolomiten ins Erdmittelalter. Die Forscher drehen die Uhr um bis zu 140 Millionen Jahre zurück, um mehr übers damalige Klima zu erfahren.

Dr. Alexander Lukeneder aus Steyr beim Einsammeln von Gesteinsproben in den Dolomiten. Er leitet ein Team von 22 Wissenschaftern aus sieben Ländern.
Dr. Alexander Lukeneder gehört international zu den besten Kennern des Erdmittelalters und seiner Tierwelt. Deshalb wurde der 36-jährige Kurator der Mesozoischen Sammlung im Wiener Naturhistorischen Museum mit der Leitung eines Projekts betraut, das die Erforschung des Klimas und der Lebewesen in den Dolomiten vor 140 bis 90 Millionen Jahren zum Ziel hat. Der Steyrer leitet ein Team von 22 Top-Wissenschaftern aus sieben Ländern. Ihre Ergebnisse werden von Paläontologen auf der ganzen Welt mit Spannung erwartet.
Die Forschungen sind für drei Jahre anberaumt und finden auf bis zu 3.000 m Seehöhe statt. Die Arbeiten konzentrieren sich auf einen Naturpark nahe Wolkenstein, der als Herzstück der Dolomiten gilt. „Hier finden wir eine der komplettesten, fossilreichsten und best aufgeschlossenen Kreidezeitabfolgen Europas vor, die überraschenderweise noch nicht genau studiert wurden,” erklärt Alexander Lukeneder.
Mit modernsten Untersuchungs- und Messmethoden will man den Dolomiten so präzise wie nie zuvor Geheimnisse über das Klima in grauer Vorzeit entlocken. Lukeneder begeistert: „Die extreme Höhe sowie die raschen Wetterumschwünge in den Dolomiten machen jede Forschungsreise zu einem gefährlichen, abenteuerlichen aber umso spannenderen Erlebnis.” Die Ergebnisse sollen neue Aufschlüsse über den europäischen Lebensraum in der Kreidezeit liefern.
Exkursionen zur Erforschung der Vergangenheit sind für Lukeneder nichts Neues. Er hat nicht nur unzählige geologische und fossile Funde in den Kalkalpen gesammelt, sondern war zu diesem Zweck auch in Indien, Griechenland, Deutschland, Tschechien, Ungarn, Frankreich, Spanien, der Schweiz, Slowakei und Türkei unterwegs.
Alexander Lukeneder forscht nicht im elfenbeinernen Turm. Er bemüht sich in populärwissenschaftlicher Form, Menschen dafür zu begeistern, was vor vielen Millionen Jahren auf unserem Planeten passiert ist. Dazu hat er unter anderem ein Buch geschrieben, das sich spannend wie ein Krimi liest: „Die Akte Dinosaurier. Den Riesenechsen auf der Spur” (Seifert Verlag, 100 Seiten, 29,90.- Euro). Darin beantwortet der Steyrer äußerst lehrreich und vergnüglich die 50 meistgestellten Fragen zu Tyrannosaurus Rex & Co. So erfährt man beispielsweise, warum die Dinos so groß werden konnten, welche Krankheiten sie hatten, wie sie sich fortpflanzten…
Vor sechs Jahren hat Alexander Lukeneder den Talentförderungspreis des Landes Oberösterreich im Bereich Wissenschaft erhalten.

