07. Februar 2012

AKTUELLES

Zuwarten hat sich ausgezahlt – Händler haben Hochbetrieb

Heizöl wurde seit Sommer um 35 % billiger

Die Ölpreiskurve verlief 2008 extrem. Gab es zu Jahresbeginn beim Rohöl einen Abwärtstrend, so drehte sich die Stimmung im Februar schlagartig. Anleger flüchteten aus dem Dollar in das vermeintlich rezessionssichere Rohöl. Im Juli notierte das „schwarze Gold” bei der Rekordmarke von 146 Dollar pro Barrel (159 l). Dann kippte der Trend. Am 21. November kostete ein Barrel nur noch 49,70.- Dollar. Das ist die tiefste Marke seit drei Jahren.

Spät, aber doch hat der Rohöl-Preisverfall jetzt auch auf das Heizöl durchgeschlagen. Kostete ein Liter extraleicht bei einer Bestellmenge von 3.000 Litern am 7. Juli im Schnitt 1,081 Euro, so bezahlt man dafür am 21. November 0,699 Euro. Das entspricht einem Minus von 35,3 Prozent. Der Rohölpreis ist im gleichen Zeitraum allerdings um 66 Prozent gesunken. „Dass die Preissenkung nicht 1:1 erfolgen kann, ist klar, weil die Raffineriekosten ja Fixkosten sind. Allerdings wäre es wünschenswert, dass die sinkenden Preise schneller an den Endverbraucher weitergegeben werden,” sagt Mag. Stefan Praher, Geschäftsführer der Sparte Energiehandel in der OÖ-Wirtschaftskammer.

Oberösterreichs Heizölhändler haben jetzt Hochbetrieb. Praher: „Einige stellen sogar am Wochenende zu, um die Nachfrage möglichst rasch zu erfüllen.” Bei der Preisgestaltung haben die Händler nur minimalen Spielraum. Da sahnen die Ölmultis und der Finanzminister am meisten ab. Er kassiert pro Liter Heizöl 12,8 Cent und die Mehrwertsteuer.