12. Dezember 2018

AKTUELLES

Carl Philip Clam Martinic (33) vermarktet sein Schloss mit Herz, Hirn und Charisma

Junger Graf belebt alte Burg


Graf Clam ist sein eigener Koch

Tausende stürmen im Sommer die Musik-Hoch-burg Clam, um Popstars in einzigartiger Atmosphäre live zu erleben. Nur wenige wissen, dass sich hinter den altehrwürdigen Gemäuern eine tolle Ritterburg verbirgt, ein lebendiges Museum für Groß und Klein. Der 33 Jahre junge Graf Carl Philip Clam Martinic belebt die alte Burg mit Herz, Hirn und Charme.


Alljährlich besuchen zehntausend Musikliebhaber die hochkarätigen Konzerte am Fuße der Burg.

Die Grafen von Clam sind österreichischer Uradel und bis ins 13. Jahrhundert zurückzuverfolgen. Der 33-jährige Carl Philip ist in 23. (!) Generation Besitzer der Burg. Eine solche Familientradition ist weltweit sehr selten.

„Mein Großvater residierte bis zu seinem 93. Lebensjahr und war der längstdienende Burgherr überhaupt. Er ist als Graf geboren und als Graf gestorben, hatte eine große Aura und enormes Ansehen in der Bevölkerung. 25 Hausangestellte wohnten hier”, erzählt Carl Philip.

Als gelernter Maschinenbauingenieur und Forstwart sammelte er in Hongkong zwei Jahre in der Uhrenindustrie Marketingerfahrung, als ihm 2003 die Burg Clam übergeben wurde.

Carl Philip Clam setzt seine ganze Kraft dafür ein, das wertvolle Erbe seiner Vorfahren zu bewahren: „Als Graf zu leben, kann ich mir nicht leisten. Ich habe keine Bediensteten und koche mir selber”. Er ist mit einer Fondsmanagerin verheiratet, die in Wien arbeitet. Die Wochenenden verbringen sie gemeinsam auf der Burg.

Tradition bedeutet für Graf Clam Verantwortung: „Das heißt, ich kümmere mich um die Burg und halte sie frei von allen Einflüssen. Hier gibt es keine Investoren, Banken, Stiftungen oder politische Intervention”. Der Konzertbetrieb ist ebenso verpachtet wie die Burgschenke. Insgesamt gehören zur Burg knapp 500 Hektar Grund- und Waldfläche, die land- und forstwirtschaftlich genutzt und verpachtet werden. Auch ein Wasserkraftwerk, das für 200 Haushalte Ökoenergie erzeugt, wird betrieben.

In den vergangenen Jahren wurde viel renoviert. Als nächstes folgt am Bergfried die Aussichtsplattform, von der man bis zu den Alpen, auf den Donauraum und ins Waldviertel blickt.

Der Burgherr: „Die Burg Clam ist gesamtösterreichisch als bedeutendes Museum eingestuft. Clam ist aber zugleich lebendig, hier spürt man etwas von einer tollen Ritterburg”. Den Besucher erfreuen wertvolle Gegenstände, wie mittelalterliche Möbel, alte Waffen, Porzellan, Silber und vieles mehr. Zu den Prunkräumen, die bei Führungen zu bestaunen sind, zählen zwei Kapellen, in denen noch Messen gefeiert werden und 20 Gästezimmer, die man anmieten kann. Auch kleinere Hochzeiten und private Events sind möglich.

Auf Burg Clam „atmet” der Gast förmlich die jahrhundertelange Geschichte - die große Vielfalt will von Groß und Klein entdeckt werden. Informationen: www.burgclam.com