23. August 2019

AKTUELLES

Zwölf Jahre ohne Strom und Telefon

Seit zwölf Jahren lebt Anna Pollhammer (71) aus Steyr mit ihrem Mann ohne Strom und Telefon in einem alten Forsthaus in Molln. In der Abgeschiedenheit begann die ehemalige Unternehmerin zu schreiben. Am 7. Juni stellt sie ihr viertes Buch vor.


Im 500 Jahre alten Forsthaus Welchau in Molln, einst Jagdhaus des Grafen Lamberg, lebt und schreibt Anna Pollhammer.

„Das bescheidene Leben mit der Schöpfung lehrte mich beachten, was wirklich Wert hat… Von den alten Hochwaldbäumen lernte ich Geduld, Bodenhaftung und Offenheit zugleich. Ich bin verwurzelt und doch frei wie ein Vogel im Wald,” schreibt Anna Pollhammer (kleines Bild) in ihrem jüngsten Buch mit dem Titel „Wenn Gottes Melodie hörbar wird”. Der Gedichtband ist im Freya-Verlag erschienen und wird am 7. Juni (19.30 Uhr) im Alten Theater in Steyr mit einer Lesung der Autorin der Öffentlichkeit präsentiert.

Anna Pollhammer führte mit ihrem Ehemann Eduard 40 Jahre lang eine Fleischhauerei in Steyr. Danach war die Mutter von vier Söhnen Gründungsmitglied der Hospizbewegung Oberösterreich, die kranke Menschen bis zum Tod begleitet.

Vor zwölf Jahren zog sich das Ehepaar Pollhammer in ein abgelegenes Forsthaus ohne Strom und Telefon am Hochwaldrand in Molln-Breitenau zurück. Dort leben Anna und Eduard im Einklang mit der Natur. „Wir füttern im Winter die Hirsche, und die Wildtiere kommen bis an unser Fenster heran,” schwärmt Anna. In der Stille begann die gebürtige Ansfeldnerin zu schreiben. Der Reigen der Natur zieht sich wie ein roter Faden durch ihre spirituellen Werke.