07. Februar 2012

BAUEN/ WOHNEN-UMWELT

Passivhäuser: OÖ hat noch Nachholbedarf

Energiesparendes Bauen ist angesichts der ständig steigenden Energiepreise ein Gebot der Stunde. Unangefochtener Energiesparmeister ist dabei das Passivhaus. Mit einem Heizwärmebedarf von maximal 15 kWh/m2 verbraucht es nur ein Fünftel der Menge der meisten Neubauten. In der Altbausanierung spart es sogar bis zu 95 % an Energie ein.

Österreich hat zwar weltweit den höchsten Passivhausanteil pro Kopf, doch in Oberösterreich besteht noch ein erheblicher Aufholbedarf. Bundesweit waren im Februar 2.500 Passivhaus fertiggestellt, in denen 18.000 Österreicher wohnen, arbeiten oder zur Schule gehen. Insgesamt gibt es mittlerweile im Passivhausstandard eine Nutzfläche von 1,8 Millionen m2. Österreichweit beträgt der Passivhausanteil am Neubau vier Prozent. In Oberösterreich liegt er allerdings noch unter zwei Prozent der geförderten Wohnbauten. In Wien werden heuer allerdings bereits 20 % aller Neubauwohnungen als Passivhäuser errichtet, in Vorarlberg sind es immerhin 13,6 %.

Trotz der etwas höheren Baukosten rechnet sich ein Passivhaus wegen der höheren Förderung und den niedrigeren Energiekosten vom ersten Tag an. Umwelt-Landesrat Rudi Anschober schlägt vor, dass in Oberösterreich in den nächsten Jahren 200 Schulen nach dem Vorbild der Passivhausschule Schwanenstadt saniert werden sollen.