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Puppen - Schätze aus Porzellan
Einfach entzückend! Was Monika Würinger aus Pötting mit viel Fleiß, großer Phantasie und bewundernswertem Geschick in wochenlanger Arbeit fertigt, ist Stück für Stück ein kostbarer Schatz. Die 39-jährige ist Oberösterreichs letzte Puppenmacherin. Eine Meisterin dieser aussterbenden Zunft. Ihre Porzellanpuppen sind die Antiquitäten der Zukunft.

Monika Würinger im Kreise ihrer Porzellanpuppen. Jedes Stück ist ein Unikat. Auf Wunsch fertigt sie ganz individuelle Modelle an und verewigt auch Zeitgenossen als Puppen. Ihre vielfältige Handwerkskunst vermittelt sie in Kursen. Weitere Informationen gibt es unter 07733/7286 (abends).
Im Atelier von Monika Würinger in Pötting (Bezirk Grieskirchen) spürt und sieht man, dass hier ein handwerklicher Schöngeist tätig ist. Wunderbare Porzellanpuppen von 5 bis 80 cm Größe reihen sich an originelle Teddys, herrlich bemalte Teegläser stehen neben originellem Christbaumschmuck, farbenprächtige Klosterarbeiten schmücken die Wände. Alles ist selbst fabriziert. Wo nimmt die berufstätige Mutter zweier Kinder bloß die Zeit her? „Mich zieht offenbar alles an, was viel Arbeit bedeutet,” lacht die 39-jährige.
Begonnen hat Monika Würingers Leidenschaft für das Kunsthandwerk vor 17 Jahren. Damals stellte sie Stoffpuppen her. Fünf Jahre später konzentrierte sich Würinger auf Porzellanpuppen. Hunderte hat sie davon schon gefertigt. An jeder arbeitet sie einige Wochen. Jede Puppe wird eigenhändig gegossen, geschliffen, akribisch bemalt und bis zu siebenmal gebrannt. Echtes Haar ist selbstverständlich, ebenso wie die selbst gefertigte Kleidung der Puppen.
Zuletzt hat es Würinger auch in der Reproduktion antiker Puppen zur Meisterschaft gebracht. So hat sie „Bruder Ärgerlich” und seine Schwester (Bild oben links) perfekt „kopiert”. Das Original stammt aus dem Jahr 1910 und wurde für 14.000 Dollar versteigert. Dagegen ist Monikas „Bruder Ärgerlich” ein Schnäppchen. Er kostet 380 Euro. Insgesamt bewegt sich die Preispalette ihrer entzückenden Puppen je nach Größe zwischen 100 und 650 Euro. Damit wird vorwiegend der Materialaufwand abgedeckt, die handwerkliche Kunst ist unbezahlbar, aber erlernbar. Dutzende Frauen und auch einige Männer hat Monika Würinger bereits im Puppenmachen unterrichtet.

