07. Februar 2012

GESUNDHEIT

Ärztedienstzeit: UKH als Vorbild

Alle internationalen Studien zeigen, dass sich ab einer bestimmten Operationsdauer die Fehler häufen. Deshalb ist es alles andere als beruhigend, was eine aktuelle Studie der Ärztekammer ergab: 14 Prozent der angestellten Mediziner in Spitälern arbeiten mehr als 100 Stunden pro Woche. Ein unzumutbarer Zustand für die Ärzte - und vor allem für die Patienten.

Eine löbliche Ausnahme in Sachen Dienstzeiten bildet das von der AUVA betriebene Linzer UKH. Hier dürfen Spitalsärzte laut Dienstvertrag bloß 46 Stunden pro Woche tätig sein. Nur in Ausnahmefällen kann die Wochenarbeitszeit auf 60 Stunden ausgedehnt werden. „Dafür brauchen wir zwar, wie vom Rechnungshof mehrfach kritisiert, mehr Personal als andere Spitäler. Das Wohl der Patienten muss aber immer Vorrang haben,” bekennt sich Dr. Erhard Prugger als Leiter der AUVA-Landesstelle zum größeren Personalstand.

Derzeit sind im vor zwei Jahren neu eröffneten 155-Betten-UKH 51 Mediziner und zehn Turnusärzte beschäftigt. Das Pflegepersonal umfasst 250 Personen, dazu kommen 20 Röntgenfachleute. Seit Oktober werden im UKH in Kooperation mit der Privatuniversität Salzburg auch Medizinstudenten ausgebildet.

2007 betreute das UKH etwa 49.000 Patienten, davon knapp 7.000 stationär. Die Auslastung beträgt hohe 83 Prozent.