05. Februar 2012

AKTUELLES

Videoüberwachung macht Taxis noch sicherer

In Oberösterreich sind derzeit 1.262 Taxifahrzeuge im Einsatz. 350 davon verkehren in der Landeshauptstadt. 2.500 Taxilenkerinnen und Taxilenker sorgen für den komfortablen und sicheren Transport ihrer Fahrgäste. Nun wird die Sicherheit in den oberösterreichischen Taxis durch Videoüberwachung weiter erhöht. „Das ist die einzige wirksame Präventionsmaßnahme, um potentielle Täter abzuschrecken,” erklärt Michael Gräfner, Obmann der Fachgruppe Personenbeförderung mit PKW in der WKOÖ. „Die Kriminalitätsrate steigt, und leider bleiben davon auch die Taxis nicht verschont.”

Sicherheitsdirektor Dr. Alois Lißl begrüßt die Videoüberwachung und verweist darauf, dass heuer bis Ende November in Österrreich 1.229 Strafdelikte in Taxis registriert worden sind. 159 davon entfielen auf Oberösterreich. 2006 gab es in unserem Bundesland 166 Delikte. Lißl: „Es dominieren die Betrugsdelikte, doch es fällt auch auf, dass die Raubüberfälle auf Taxilenker zunehmen.” Oberösterreichs Taxiunternehmer reagieren auf diese Entwicklung. „Wir wollen nicht länger zusehen und warten, bis möglicherweise noch Schlimmeres passiert,” so Michael Gräfner. „Die Videoüberwachung ist ein klarer Schritt zur Erhöhung der Sicherheit für alle.”

Die Videokamera, die nur Bilder und keinen Ton aufnimmt, wird im Bereich des Innenrückspiegels montiert. Das Aufzeichnungsgerät ist nicht sichtbar verbaut und plombiert. Alle Kamera-Taxis müssen durch Plaketten deutlich gekennzeichnet sein. Die aufgezeichneten Daten werden alle 24 Stunden überschrieben. Unbefugte können auf das Datenmaterial nicht zugreifen. Es ist bei Tatbeständen nur für Sicherheitsbehörden, Staatsanwaltschaft, Gerichte und Versicherungen einsehbar.

Das gesamte Überwachungsset kostet samt Einbau pro Fahrzeug etwa 400 Euro. Die Installierung des Überwachungssystems wird vom Wirtschaftsressort des Landes mit 20 % der Gesamtkosten gefördert. Wirtschaftslandesrat Viktor Sigl: „Es freut mich, dass Oberösterreichs Taxiunternehmer in ihre eigene Sicherheit und in die ihrer Kunden investieren. Diese Innovation ist ein weiterer Schritt zur Qualitätsverbesserung.”