07. Februar 2012

AKTUELLES

Arigona – Bei amnesty liefen die Telefone heiß

2007 war wieder ein schlechtes Jahr für die Menschenrechte. Die niedergemetzelten Mönche in Burma und die Flüchtlingstragödie in Darfur/ Sudan sind nur zwei Beispiele dafür, wie wenig man sich in weiten Teilen der Welt um die am 10. Dezember 1948 deklarierten Menschenrechte kümmert. Dagegen kämpft amnesty international seit 46 Jahren an. In Österreich hat die Organisation etwa 80.000 Mitglieder, 1.000 engagieren sich aktiv.

„Die Österreicher reagieren am sensiblesten, wenn es in Ländern zu Übergriffen kommt, wo sie gerne auf Urlaub hinfahren. Daher gab es beispielsweise viele Anrufe, als in der Türkei ein kritischer Journalist erschossen wurde,” erzählt ai-Sprecherin Michaela Klement aus Wien. Auch in den vergangenen Wochen liefen die ai-Telefone heiß. Auslöser: Der Fall Arigona. Klement: „Irrsinnig viele Anrufer haben gefordert: ,Tut’s was!’ Andere haben gefragt, was sie selbst machen können.”

In Oberösterreich engagieren sich etwa 70 Personen in zwölf ai-Gruppen. Eine der ältesten ist die vor 35 Jahren gegründete Gruppe 8 in Linz. „Wir haben etwa 200 Unterstützer und finanzieren uns selbst,” so Gruppe 8-Sprecherin Sylvia Pumberger. Ihre Gruppe war bereits an der Freilassung von 19 „Gewissensgefangenen” in 13 Ländern beteiligt.

Alle drei Wochen trifft sich die Gruppe 8 mittwochs um 19.30 Uhr in ihrem Linzer Büro. Interessenten können sich unter 07227/ 4072 (Hr. Kastl) melden.