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Lärmschutz aus Stroh.
Strohballen als Lärmschutzwand: Pfiffig, billig & schön
In Wallern steht Oberösterreichs erste Lärmschutzwand aus Strohballen. Eine pfiffige, billige und ansehnliche Lösung. Der Wall schützt die Bewohner von 15 Häusern vorm Lärm der B 134. Das Pilotprojekt könnte im ganzen Land Schule machen.
Täglich befahren in der Wallerner Ortschaft Holzhäuser 14.000 Fahrzeuge die B 134. Die Bewohner von 15 Liegenschaften sind vom Verkehrslärm betroffen. „Mit dem Geld, das hier eine herkömmliche Lärmschutzwand kosten würde, kann ich woanders 150 Wohnhäuser von der Lärmplage befreien,” lehnte LH-Stv. Franz Hiesl als Straßenbaureferent den Wunsch der Anrainer nach Lärmschutz aus Kostengründen ab.Wallerns Bürgermeister Fritz Schlager gab aber nicht auf: „Ich habe Franz Hiesl von dem Pilotprojekt mit Strohballen überzeugen können. Hilfreich war mir dabei Hofrat Johann Dirnberger von der Landesbaudirektion, der die Pläne mitentwickelt hat. Überhaupt auf die Idee gebracht hat mich eine Lärmschutzwand aus Stroh in Gänserndorf.”Preiswerten Vorschub geleistet hat dem außergewöhnlichen Vorhaben auch die Tatsache, dass in Wallern zum Hochwasserschutz für die Trattnach ein Ausgleichsgerinne ausgehoben wurde. Fritz Schlager: „Das anfallende Aushubmaterial wurde in Holzhäuser als Erdwall aufgeschüttet, der den Unterbau für die Strohballen bildet.”Nach der heurigen Getreideernte haben Bauern aus der Region ihr Stroh an die Gemeinde verkauft. Die 500 Strohballen wiegen 200.000 Kilo und kosteten insgesamt 12.000 Euro. Sie wurden in zwei Reihen aufgeschlichtet. Als Abdeckung kommt noch ein grünes Mattendach auf den Wall, damit das UV-Licht im Lauf der Jahre nicht die Schnüre der Ballen zerstört.Die Haltbarkeit der Lärmschutzwand der neuen Art bleibt vorerst die große Unbekannte. An die zehn Jahre sollte sie aber ihre Funktion erfüllen. Die Gesamtkosten machen etwa ein Viertel einer „normalen” Schutzwand aus.

