07. Februar 2012

AKTUELLES

Oberösterreich verfügt über 573 Naturdenkmäler: Die ältesten haben eine tausendjährige Geschichte

Traumhaft: Unsere schönsten Bäume.


Ein Traum von einem Baum - die Silberlinde von Aspach (Bezirk Braunau)

Oberösterreich hat 573 Naturdenkmäler, viele sind fast 1000 Jahre alt.Bevor sie der Herbst umfärbt und ihres Laubes beraubt, zeigt „Hallo” die schönsten Bäume Oberösterreichs. Manche zieren seit fast 1.000 Jahren unsere Landschaft. Die Prachtexemplare gehören zu den 573 Naturdenkmälern im Land.

Sie sind stumme Zeugen einer jahrhundertelangen Geschichte und anscheinend durch nichts umzubringen. Sie haben die schwersten Stürme überstanden und verbessern unermüdlich unsere Luft.
Bäume machen den Großteil der 573 oberösterreichischen Naturdenkmäler aus, der Rest sind Gesteinsformationen, Wasserfälle oder Höhlen, wie etwa die Dachstein- Mammuthöhle.


„Pro Jahr werden 30 bis 50 Anträge auf Naturdenkmäler gestellt. Solche Anträge kann jedermann einbringen, und alle werden genau geprüft,” erläutert Siegfried Kapl, der in der Landesforstabteilung seit 1984 für die schönsten Seiten des Landes zuständig ist.
Wird ein Baum zum Naturdenkmal erklärt, bleibt er weiter im Besitz des bisherigen Eigentümers, doch das Land ist zur Pflege verpflichtet. Naturdenkmäler sind vor baulichen Übergriffen sicher. Kapl: „Ich habe es erst ein oder zweimal erlebt, dass ein geschützter Baum dem öffentlichen Interesse, etwa einem Schulbau, weichen musste.”


Oberösterreich ist zum Glück reich an wunderbaren Bäumen. Die Prachtstücke sind über das ganze Land verteilt. Man findet sie sogar in der Landeshauptstadt. So hat etwa eine Blutbuche auf der Unteren Donaulände Denkmalcharakter.
Normalerweise handelt es sich bei Baumdenkmälern um Laubbäume. Sie stehen häufig als Solitärbäume einzeln in der Landschaft und sind des-halb besonders markant. Am widerstands- fähigsten sind Linden. Daher spricht die Überlieferung immer wieder von „tausendjährigen Linden”.

Eine davon steht beim Gasthaus Eisengattern in Kirchham bei Gmunden, deren Stamm der Zahn der Zeit so ausgehöhlt hat, dass man darin Platz nehmen kann. Trotzdem ist sie noch immer gesund und wächst. Eine weitere Methusalem- Linde steht an der Pferdeeisenbahn in Linz-St. Magdalena.
Laubbäume bringen nicht nur Farbe in die Landschaft, sie sind für Waldbesitzer auch ökonomisch interessant. „Ein acht Meter langer, astfreier Stamm bringt je nach Holzsorte im Schnitt 500 bis 700 Euro pro Festmeter,” weiß Dipl. Ing. Alfred Söllradl, Bezirks- forstinspektor von Linz-Land. „Bei der Laubholzbörse in St. Florian wurde im Jänner für einen Festmeter Bergahorn der Höchstpreis von 4.200.