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LH-Stv. Erich Haider warnt vor unterschätztem Unfallrisiko:
„Viele Anhänger werden bei voller Fahrt verloren”
LH-Stv. Erich Haider warnt vor unterschätztem Unfallrisiko:
Jährlich werden in Österreich etwa 100 LKW-Anhänger bei voller Fahrt verloren! Zu diesem alarmierenden Ergebnis ist eine oberösterreichische Expertenkommission gekommen. Verkehrsreferent LH-Stv. Erich Haider fordert nun EU-Richtlinien gegen dieses bisher unterschätzte Unfallrisiko. In Deutschland werden pro Jahr etwa 1.200 Sattelanhänger während der Fahrt verloren, in Frankreich schätzt man diese Zahl auf über 1.700, in Österreich sind es um die 100 Anhänger, die sich jährlich selbständig machen. Mit teilweise katastrophalen Folgen, wie im Oktober 2004 ein Unfall in Waizenkirchen zeigte. Damals bohrte sich ein losgelöster Sattelaufleger in zwei entgegenkommende PKW. Blutige Bilanz: zwei Tote, zwei Schwerverletzte.
„Das ist kein Einzelfall. Die Nachforschungen unserer Techniker haben ergeben, dass in Österreich pro Jahr rund 100 LKW-Anhänger bei voller Fahrt verloren gehen. Es ist ohne weiteres möglich, mit einem falsch aufgesattelten Anhänger auch Strecken über hunderte Kilometer zu fahren,” kritsiert Verkehrsreferent Dipl. Ing. Erich Haider.
In Oberösterreich wurden heuer schon drei Aufleger „verloren”. Im Herbst 2006 wurde ein Aufleger im Kreisverkehr bei der Chemie Linz beinahe zur tödlichen Gefahr. Er verhängte sich zum Glück bei der Zugmaschine, so dass es, wie in den anderen dieser Fälle, nur beim Sachschaden blieb.
Ein größer werdendes Problem stellt auch der Vandalismus dar. Es werden immer mehr Fälle bekannt, wo der Verschlusshaken der Sattelkupplung absichtlich geöffnet wurde. Wenn der Lenker vor Antritt der Weiterfahrt den Verschluss nicht regelmäßig kontrolliert, geht der Aufleger verloren.
Als Ergebnis einer von ihm einberufenen Expertenkommission fordert Haider, dass diese Thematik in der Fahrausbildung stärker verankert wird und die EU mit neuen Richtlinien für Sensorkupplungen reagiert.

